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Medina oder Mecca wallfahrten koͤnnen. Sie denden ſich dabei in die Wüſten und Oaſen, welche ſie nach Mecca zu durchpilgern hätten, und in de⸗ nen ein ſolcher Trunk ſie zum Danke gegen Gott und ihren Propheten ermunterte.
Die Tuͤken waſchen den Todten mit warmem Waſſer, legen ihn in reine Linnen, auf eine Babre, die nach dem Haupte höher iſt, als bei den Füſſen, und bedecken denſelben mit Tuͤchern. So wird er durch die Straßen getragen mit Geſchrei und Ge⸗ plerre der tuͤrkiſchen Pfaffen und Maͤnner. Denn Weiber duͤrfen den Todten nicht begleiten. Am Gra⸗ be, wo ſie einen Prieſter Meſſe leſen und beten laſ⸗ ſen, geben ſie Opfer an Fruͤchten, und laſſen den 9 Todten beklagen. 3
Im Hauſe herrſchen die Frauen und die Män⸗ ner ſind in der Tuͤrkei die Trippelknechte der erſten, gehorſam vom Morgen bis in die Nacht, beſorgen die Kuͤche nicht ſelten, und thun ſolche Hausarbeiten
mehr, waͤhrend die Frauen rottenweis in Geſell⸗ ſchaft ziehen, und ſich den Tag mit Geplauder und anderer Kurzweil verbringen. Von Naͤben, Stri⸗ cken, Weben und Wirken wiſſen die Tuͤrkenweiber nichts. Zu ihren üͤbrigen Arbeiten halten ſie drei, vier, fuͤnf und mehre Maͤgde. Die Hausfrau be⸗ kuͤmmert ſich nur um ihren Putz und Staat. Sie zieht ihre weiten, durchſcheinenden, ſeidnen oder an⸗ dere zartgewebten Beinkleider an, legt ſich ſchoͤn,


