Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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reich mit Edelſteinen beſetzte Sandalen an die Fuſſe, uͤber die Fußgelenke und Armglieder ſchöne goldene Spangen, um den Hals ſchöne Kettlein, bebalſamt, und flechtet ſich das Haar, ſetzt ein Huͤtlein auf, fein, klein, zart und luͤftig, und ſchluͤpft in ihr hemdartiges, blauſeidnes oder auch anders färbiges Oberkleid mit langen Aermeln. In den Obren tra⸗ gen ſie feine Ringlein mit köſtlichen Steinen. An⸗ dere tragen ſtatt der Sandalen auch kleine Stiefel. Alle tragen um die Lenden ein Wiſchtuch. Dieſen Pomp recht herzurichten iſt das einzige Geſchaͤft der Frau. Eben ſo praͤchtig kleiden ſich auch die Tuͤr⸗ ken ſelbſt, und es iſt in ihrer Kleidung kein Unter⸗ ſchied weiter, als der Turban. Sie halten es durch⸗ aus mit dem Sprichworte: die Huͤlle iſt beſſer, als die Fulle.

Es wohnt eine große Anzahl Armenier zu Konſtantinopel ſowohl, als in andern Staͤdten der Tuͤrkei, wo ſie meiſtens mit Juwelier⸗Geſchaͤf⸗ ten ihren Lebens⸗Unterhalt gewinnen. Sie unter⸗ ſcheiden ſich von den Griechen faſt in allem Betracht, und haben auch gar keine Gemeinſchaft mit denſel⸗ ben. Ihr Gottesdienſt iſt zwar um ein ziemliches einfacher, als jener der Griechen; doch herrſcht in demſelben, wie in ihrer Religion viel Unſinn, beſon⸗ ders uͤber die Lehre vom Sohne Gottes. Ihren Gottesdienſt halten ſie in armeniſcher Sprache, ſie faſten, halten das Abendmahl, haben aber viel un⸗