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ben foll, als Gott Eigenſchaften von dem Propheten zugeſchrieben worden. Wird in den Moſcheen Frei⸗ tags— dieſer Tag iſt dem Gottesdienſte der Türken gewidmet— gepredigt, ſo enthaͤlt die Predigt, wel⸗ che in der dem gemeinen Manne verſtaͤndlichen ara⸗ biſchen Sprache gehalten wird, meiſtens eine Moral, wie ſie nicht zu verachten waͤre und fuͤr den Staat der Tuͤrken, wie fuͤr jeden andern, Nutzen haͤtte, ſofern nach ihr gelebt würde. Aber nicht blos in den Dſchumas wird von den Muderis, den Doctoren und Auslegern des Korans, gepredigt; nicht ſelten geſchieht das auch auf den Straßen der Stadt.—
Durch die Beſchneidung, deren llrſprung ſich auf ein wunderlich Maͤhrchen des Korans gruͤndet, werden die Turken⸗Kinder in dem Reli⸗ gions⸗Glauben ihrer Vaͤter eingeweiht. Dieſe ge⸗ ſchieht aber nicht, wie bei den Juden, am sten Ta⸗ ge nach der Geburt des Kindes, ſondern etwa im bten oder 6ten oder auch im 7ten Jahr erſt. Der zu beſchneidende Knabe wird ſtattlich gekleidet, auf dem Roße zu Freunden gefuͤhrt, um ihre Geſchenke in Empfang zu nehmen, zieht dann ſo in die Mo⸗ ſchee, legt ſein Glaubens⸗Bekenntniß ab, und wird beſchnitten. Nach der Handlung iſt ein haͤusliches Feſtmahl in dem Vaterhauſe des Beſchnittenen, an welchem alle Freunde und Verwandte Theil nehmen. Die Faſten der Tuͤrken oder der Ramaſan


