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Türken beten täglich eutweder zu Haus, oder auf dem Felde, wo ſie ſich befinden mögen, ſelbſt auf den Straſſen, oder in ihren Dſchuma's fuͤnfmal, naͤmlich zu froͤh(Sala h), Mittags(Vhile), Abends(Chnidi), bei Sonnen⸗ Untergang(Akſa), und um Mitternacht, welches letztere Gebet Ja ſt⸗ nah genannt wird. Dabei wenden ſie ihr Antlitz in die Richtung nach Mecca, dem Geburtsorte ih⸗ res Propheten, wie die Juden fruͤher nach der Ge⸗ gend Jeruſalems. Waͤhrend des Gebets halten ſie ſich abwechſelnd die Ohren zu, andeutend, daß ſie nichts Irdiſches beſchäftigen ſolle, fallen auf die Er⸗ de nieder, ſich ſtreckend, um Gnade von Gott fle⸗ hend, und wenden ſich zuletzt ſitzend mit dem Kopfe bald links— bald rechts, um die Geiſter des Guten und des Böſen zu bewegen, ſie auf der Bahn des rechten Glaubens an Mahomed's Lehren zu er⸗ halten.— In ihre Kirchen werden ſie durch einen Mueſin oder Geiſtlichen gerufen. Dieſer geht auf der Gallerie des Kirchthurms umher, Korans⸗Spru⸗ che ſingend. Das iſt das Zeichen zum Kirchen⸗Be⸗ ſuche. In den Moſcheen ſelbſt, deren Waͤnde theils mit arabiſchen Schriftzugen, oder Worten aus dem Koran, geziert ſind, verrichten ſie das Gebet auf die beſchriebene Art. Kinder und Frauen ſind vom Kirchen⸗Beſuche ausgeſchloſſen. Das iſt noch zu be⸗ merken, daß die Tuͤrken bei ihrem Gebete einen Ro⸗ ſenkranz brauchen, der genau ſo viel Kügelchen ha⸗


