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kerzen erleuchtet, zu Begraͤbniſſen der Sultane, oder Sultaninnen. Die darin ſtebenden koſtbaren Saͤrge ſind mit den herrlichſten Teppichen uͤberlegt, und mit einem reichen Turban geſchmückt, wenn ſie eines Sultan's Aſche verſchließen. Bei jeder Kapelle iſt ein betender tuͤrkiſcher Geiſtlicher angeſtellt, der die Kerzen nicht verloͤſchen laſſen darf.
3. Die Schulen, Midreſa genannt, ſind groß und geraͤumig, haben verſchiedene Gemaͤcher zu ebner Erde, worin jedes Mal ein Muderi unterrichtet. Die Anzahl der Schüler, Talismanen, belauft ſich oft uͤber 15 in jedem Gemache; jeder Schüler
erhaͤlt ſeinen taͤglichen Sold, wie ſeine Lehrer. Sie lernen leſen, ſchreiben, Perſiſch, Arabiſch und Tur⸗ kiſch; treiben Redekünſte, und werden ſo zu den 1 Staats⸗Aemtern vorbereitet, wie es noöthig erachtet wird. Ein Unterſchied zwiſchen Theologen und Rechts⸗Gelehrten findet nicht Statt: denn in der Tuürkei iſt der Rechts⸗Gelehrte zugleich Gottesge⸗ b
lehrter, ſo wie dieſer wieder Rechtsgelehrter. Alles. wird nach dem Koran entſchieden.
a. Nach den Schulen iſt zunaͤchſt das ſchönſte 1 Gebäude das Spital, Imareth genannt. Hier werden ohne Rüuͤckſicht auf Religion und Volk, Tür⸗ ken, Juden, Griechen u. ſ. f., alt und jung, ſind ſie beduͤrftig oder krank, geſpeiſet und verpflegt. 8 Der Fond des Spitals beſteht durch Stiftungen rei⸗ cher Leute.


