Meile, und die einzelnen Gebaͤude deſſelben ſtehen etwas unordentlich durcheinander. Ehe man in den Palaſt kommt, muß man durch zwei große Vorhoͤfe,
deren jeder uͤber einen Morgen Landes Raum hat.
Der erſte iſt ungepflaſtert. Im zweiten ſind zur Seite Saͤulengange, worin gegen 1000 Janitſcharen, kein Wort redend, Wache halten, unter dem Com⸗ mando eines Bulukbaſcha oder Hauptmanns. Ih⸗ re Waffe iſt ein Saͤbel, und dieſen tragen ſie in der Scheide. Mit gekreuzten Armen ſttzen ſie da. Das ganze Serail iſt ummauert. Die Gemaͤcher des Sultans, worin ſelbſt Divan gehalten wird, ſind köſtlich. In der Naͤhe der Gebaͤude des Serails ünd herrliche Garten⸗Anlagen.
2. Nach dem Serail ſah Schweigger einige Kirchen, welche von den Tuͤrken Dſchuma genannt wurden. Wenn die Türken in ihren eigenen Haͤu⸗ ſern nicht uͤbermäͤſſige Pracht dulden und haben, ſo haben ſie dieſelbe deſto lieber in ihren Kirchen und Schulen. Die ſchönſte Kirche iſt die Sophia, uüber alle Beſchreibung herrlich. Eine andere und nicht viel weniger ſchön iſt, die Dſchuma des Sultan Soleiman, welcher ſie erbaute. Andere noch, die
ſich auszeichnen, ſind die des Sultan Bajazet, des
Sultan Mehmed u. ſ. f. Alle ſind von Marmor⸗ Quadern gebaut. Der Kirchen uͤberhaupt, und der Kapellen ſind uͤber 1000 in der Stadt. Die letzteren dienen, von Innen ſchoͤn verziert, und durch Wachs⸗


