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welche die Romiſchkatholiſchen halten, gewoͤhnlich Moral lehrend, an einem Heiligenfeſt lobpreiſend, und zugleich moraliſch. Gerlach hörte dieſe Pre⸗ digten und Meſſen meiſtens in altgriechiſcher Spra⸗
che, damit ſie dem andachtigen Volke eben ſo wenig
verſtaͤndlich ſeyn mochten, als die lateiniſchen Meſ⸗ ſen den Römiſch⸗Katholiſchen ſind. Was einzelne
kirchliche Handlungen auſſer dieſen betrifft, etwa Taufen, wobei der Täufling ganz gebadet und ge⸗
ſalbt wird, keiner Pathen erwaͤhnt werden,— oder
Ehe⸗Einſegnungen, oder Begräbniße; ſo weicht hier die griechiſche Kirche etwas von der Römiſchkatholi⸗ ſchen ab, doch iſt die Abweichung ſelbſt nicht vom
Belange.
Der Armenier Gottesdienſt iſt dem der Griechen
ſehr ähnlich, nur noch etwas einfacher gewöhnlich,
doch bei Feſten wetteifernd an Glanz und Pomp im
Aeußern der Prieſterkleidung und der Kirchenaus⸗ ſchmuͤckung. Beſonders das geht aus Gerlachs Schilderung hervor, daß bei dem armeniſchen Got⸗ tesdienſte mehr Geiſtliche in Thaͤtigkeit ſind, als bei dem Griechiſchen, und der Patriarch der Armenier höher geachtet iſt, als jener der Griechen. Die Ar⸗ menier halten ihren Gottesdienſt in ihrer Sprache.
Beide, ſowohl Armenier, als Griechen haben das miteinander gemein, daß ſie die Buͤcher der Bi⸗ bel hochſchaͤtzen.
In Betreff des häuslichen Lebens der Grie⸗


