chen und Armenier merke man Folgendes. Die Griechinnen kleiden ſich, wie die Griechen ſehr leicht, doch nicht antik; dabei verwenden ſie auf Schleier, Diademe, Ohr⸗ und Halsgeſchmeide, Arm⸗ ſpangen und Schuhe oder Stiefelchen ſehr viel: denn alle dieſe Dinge müſſen praͤchtig ſeyn, und mit Edel⸗ ſteinen beſetzt. Weniger Pracht liebend ſind die Griechen und Armenier, als ihre Frauen. Die Maͤnner der Griechinnen und Armenier ſind jedoch nicht Sclaven, wie die Tuͤrken im Verhaͤltniß zu ih⸗ ren Weibern; ſie leben freier und ſorgen gebuͤhrend fuͤr das Haus, ohne den Rocken zu halten.
Was die haͤuslichen Feſte betrifft, ſo richten die Griechen darin ſich meiſtens nach tuͤrkiſcher Sitte, auch ſchmauſen und trinken ſie wie die Turken, ſitzen und ſchlafen wie dieſelben, nicht anders. Eben ſo halten es die Armenier.
Was den Charakter der Tuͤrken, Griechen und Armenier anlangt, ſo moͤgen folgende die Hauptzuͤge deſſelben ſeyn. Gemein mit einander haben dieſe drei Volker ſo ziemlich, nur mit wenig Unterſchied nach Graden, den Aberglauben. Hiezu kömmt bei dem Griechen noch der Lsichtglaube. Der Tuͤrke hingegen iſt mißtrauiſch, wie der Armenier, doch viel boshafter und grauſamer, wenn er gereitzt iſt, als der Letztere und als der Grieche, bei wel⸗ chem das Blut zwar oft in Wallung kommt, aber auch bald wieder ruhig wird; iſt der Gegenſtand ſei⸗
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