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Nach ihr kommen gewöhnlich die Sclavinnen. Im Hauſe des Braͤutigams wird die Braut zuerſt von dem Brautführer empfangen, dann erſt vom Braͤu⸗ tigam ſelbſt, der kuͤnftig ihr erſter Sclave ſeyn muß, wie es die türkiſche Sitte fordert.— Von einer ei⸗ gentlichen Einſegnung der Ehe ſelbſt erwaͤhnt Ger⸗ lachnichts.— Die Prachtliebe der türkiſchen Frauen und ihre Herrſchſucht muß groß ſeyn, wenn wir die⸗ ſen Bericht als wahr annehmen. So aber iſt es auch, wie aus Schweigger erhellt.
Ein anderes Feſt der Türken, wobei ihr haͤus⸗ licher Pomp zur Schau koͤmmt, iſt die Beſchneidung ihrer Kinder, welche in Schweigger eben ſo be⸗ ſchrieben iſt, wie ſie Gerlach giebt. Ich verweiſe auf jenen Auszug, wie uüberhaupt dort eine intereſ⸗ ſante Vemerkung auch uͤber das Thun und Treiben der tuͤrkiſchen Frauen im Hauſe angegeben iſt.
Hat der Türke eine Leiche zur Erde zu beſtat⸗ ten, ſo zeigt ſich auch hier ſein Rang und Vermö⸗ gen. Iſt er reicher oder aͤrmer, ſo gehen mehre oder weniger tuͤrkiſche Prieſter zum Grabe, welche bis zum Grabe hin, uber die Straßen ein recht baͤu⸗ eriſches Geſinge machen. Ehe der Leichnam beerdigt wird, wird derſelbe unterwegs mehrmals auf Ruhe⸗ ſteinen niedergelaſſen, damit man zu den Geiſtern des Verſtorbenen bete, und ſie verſoͤhne. Ueber das Grab wird ein Teppich gebreitet und an demſelben wird einige Zeit ein Prieſter beſtellt zum Gebet.


