Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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beraubt wurden, damit nichts Unheiliges mehr ihr Auge beruͤhre.

Intereſſant mag es manchem Leſer ſeyn, etwas von den offentlichen Feierlichkeiten der Türken zu vernebmen. Wir heben dazu aus Gerlach den Ver⸗ lauf einer tuͤrkiſchen Hochzeit aus, weil dabei zu⸗ gleich ein Blick auf ihr ganzes haͤusliches Leben ge⸗ ſtattet iſt.

Die Hochzeit war die eines Janitſcharen⸗ Agas, alſo eine aus dem Stande der Vornehmen, die ſich nur durch größere Pracht, keineswegs aber durch die Anordnung von einer Hochzeit eines Tuͤr⸗ ken aus niederem Stande zu unterſcheiden pflegte.— Was der Braͤutigam ſeiner Braut, die er, wenn er ſie waͤhlt, nur durch dichte Schleyer ſehen darf, alſo blind in gewiſſer Art kaufen muß, fuͤr Geſchenke macht, dieſe ſchickt er durch ſeine Dienerſchaft derſel⸗ ben in das Haus. Wer keine Dienerſchaft hat, was jedoch ſeltner Fall iſt, ſchickt dieſe Gaben durch Fveunde oder gedungene Leute. Dieſe Schenkung iſt ein feyerlicher Zug. Voraus reiten einige Mann, oder auch zuweilen ein Heer praͤchtig gekleideter Juͤnglinge, meiſt Freunde, auch Hofdiener und erſte Lakeyen, dann kommen die geſchmuͤkten Geſchenke⸗ traͤger. Auf dieſe folgt eine tuͤrkiſche Muſik; hinter dieſer wieder Gaben an Guͤtern und Teppichen, Fruͤchten und ſo fort, welche auf Eſel geladen ſind. Dann folgen die Truchſeſſe und Janit⸗