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Grieche und der Armenier aber ihre Ruhe und Sicherheit durch Liſt und Schalkheit zu wahren, und wo das nicht ausreicht, folgt er nicht ſelten dem Beiſpiele des Juden.— Ein eigentliches, das Recht des Unterthanen ſicherndes Geſetz gibt es nicht, und ſowohl die in beſtimmte Kirch⸗ oder vielmehr Mo⸗ ſcheen⸗Sprengel abgetheilte Volksmaſſe Kon⸗ ſtamtinopels, als auch die nach Begſchaften ein⸗ getheilten Landbewohner ſind auf gleiche Weiſe, Ei⸗ ner wie der Andere, der Willkühr, Gunſt oder Un⸗ gunſt des Kadi(Richters) oder des Beg(Provinz⸗ Füͤrſten) Preis gegeben. Doch werden überall die Türken mehr geſchont, als die Chriſten und Juden. Man ſagt zwar, auch ſie würden, ſo wie die andern Einwohner des Reichs nach dem Koran gerichtet; allein es geſchieht nicht, und kann nicht geſchehen, weil uͤberhaupt nach dem Koran als einem bloßen Religions⸗Buche und äͤußerſt mangelhaftem Geſetz⸗ Kodex gar nicht anders gerichtet werden kann, als nach einer Willkuͤhr.— Auch werden in Streitig⸗ keiten der Unterthanen, beſonders gegen Griechen und Juden falſche Zeugen aller Art zugelaſſen.— Nur in Polizeyſachen iſt einige ſtrikte Ordnung, doch iſt auch das Verfahren dieſer Behörden ein barbari⸗ ſches und despotiſches, alle Menſchheit mit Fuͤſſen tretendes. Beweiſe hiefuͤr ſind die furchtbaren To⸗ desſtrafen und Geiſelungen, lebendiges Spieſſen, lebendiges Eingraben in die Erde bis unter die Ar⸗


