Cornuſch. Von da durch angenehme Wege, und waſſerreiche Gegend nach Philippopolis. Dieſe Stadt liegt auf mehreren kleinen Anhöhen, hat kei⸗ ne Mauern, iſt groß und zirkelrund. Die Umge⸗ bung iſt eben und ſchön. Von da fuhr man durch fruchtbare Ebenen, rechts ein kleines Waͤldchen laſ⸗ ſend, nach dem an ſchoͤnen Gaͤrten reichen tuͤrkiſchen Marktorte Tatarbazarzik. Nun gelangte man in die Bulgarei, zuerſt in ein von Chriſten bewohntes Dorf Capidervent, dann durch ein Thal nach Hichtimon, Alaſiaklis, am Gra⸗ be eines erſchlagenen Emir vorbei nach Kaſidſcham. In dieſem bulgariſchen Dorfe wohnten noch einige Janitſcharen, und war eine vortreffliche Pferdezucht daſelbſt. Zunaͤchſt ging es nun uͤber Saribrod, ein bulgariſcher Flecken, in ſchöner Ebene gelegen, an Weingelaͤnden hin nach Niſſa. Von dannen durch ſchöne Landſchaften an die Murr, uͤber Ko⸗ lar nach Servien. Bald traf man zu Grie⸗ chiſch Weiſſenburg wieder ein. Von hier ward die Reiſe wie zu Anfang ſie geſchildert, nur ruͤck⸗ waͤrts fortgeſetzt nach Wien. Gerlach aber ging nicht dahin, ſondern nach Znoim und von da nach Wiſchnau, wo er Geſchwiſter und Verwandte be⸗ ſuchte. Ob ei ſpaͤter nach Wien reiſte, davon meldet ſein Tagebuch nichts; auch der Herausgeber deſzelden ſagt nichts daruͤber.
6tes Baͤndchen, Tuͤrkei I. 3.


