Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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nen Vorſtadt, Galata oder Pera genannt, füͤhrte ſein Weg ihn oͤfters als einmal; doch giebt er uns von derſelben nur einzelne Notizen. Das Meiſte, was ihn dort intereſſirte, waren griechiſche Kirchen und Klöſter, die er alle namhaft macht, ohne ge⸗ rade immer ein beſchreibendes Wort hinzuzufugen. Dort ſah er oft die Tuͤrken ſich beluſtigen; dort fand er gute Auſtern zu eſſen; dort ſah er das große Haus der Samoglanen. Dieſe Samoglanen ſind nach Gerlach's Bericht, meiſt Kinder der Chriſten, welche in dem tuͤrkiſchen Gebiete wohnen, und werden ihren Aeltern geraubt, indem man die Kinder eines Landesdiſtrikts zu Haufen treibt, und jedesmal das Zehnte davon mit ſich hieher nimmt. Hier in dieſem Hauſe mußen ſie leſen, ſchreiben und türkiſch lernen, damit ſie dem Sultan und ande⸗ ren Vornehmen unter dieſen Barbaren entweder zu Selaven oder Viehhirten, oder auch zur bloßen Luſt dienen.

Einen andern Ausflug machte Gerlach durch das Selimbeier⸗Thor der Stadt nach dem ſchö⸗ nen Luſtſchloſſe des Sultans, Pontepiculo, wel⸗ ches 11 Meile von der Stadt entfernt war.

Von dem zur Stadt gehoͤrigen Flecken Hagia Paraſceve ſagt er uns, daß er unterhalb des Arſenals an den Gaͤrten des Sultans gelegen ſei. Um dieſe herrlichen Gaͤrten zu ſehen, machte er ein⸗ mal eine Spazierfahrt uͤber den Bosphorus an