Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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gen, damit die Umgebung derſelben freier würde. Die Kirche ſelbſt hatte einſt 101 Pforten, dieſe fand jedoch Gerlach nicht mehr.

Von der Sophienkirche begab er ſich durch einen Theil der Stadt, welcher viele Ruinen und Ueberbleibſel aus alter Zeit hatte, nach dem nicht ſehr weit entlegenen Marſtall des Sultans, welcher ein großes Gebaͤude war. In demſelben lie⸗ fen Schweine unter den Pferden herum. Die Schwei⸗ ne hielt der Sultan deßhalb, damit er ſie zur Luſt mit Pfeilen erlegte..

Von den vielen Kirchen, welche Gerlach auſ⸗ ſer der Sophienkirche noch ſah, erwaͤhnen wir hier keine mehr, ſelbſt keine von den Griechiſchen, weil er die meiſten nur den Namen nach anfuͤhrt, und dann zu der Beſchreibung des darin uͤblichen Gottesdienſtes uͤbergeyt. Von den übrigen merk⸗ wuͤrdigen Gebaͤuden Konſtantinopels nennt er den Palaſt des Kaiſers Konſtantins, wel⸗ cher auf der 20 Juß dicken und doppelten Stadt⸗ mauer ruhte und eine ſchone Ausſicht auf den Ka⸗ nal hatte. Als er dieſen Pallaſt ſah, machte er zu⸗ gleich einen Spaziergang nach dem Grabe Hiobs, welcher Mann allen bekannt, und von Tuͤrken wie von Juden als ein Heiliger verehrt iſt. Die Umge⸗ bung dieſes Grabes fand er ſchoͤn; in dem Grabe ſelbſt, welches überbaut war mit einer kleinen Bet⸗ kapelle, ſah er Kerzen brennen, und einen türkiſchen