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werk*) und köſtlichen Teppichen geſchmückt. Alles wimmelte von Trabanten, Janitſcharen und Spa⸗ his.
Nicht ferne davon fand Gerlach das alte Sultans⸗Scchloß, oder den Harem deſſelben, welcher ſeiner Anſicht nach mit den dazu gehoͤrigen Gaͤrten ſo groß, wie die Haͤlfte des Raums der Stadt Tuͤbingen war. Die Diener der Frauen des Sultans ſind, wie bekannt, Verſchnittene, und meiſtens Mohren; auch Janitſcharen. Der Eingang des Harems iſt ſtreng bewacht, und Ger⸗ lach ſah nicht das Innere. Von dem aͤußeren An⸗ ſehen deſſelben erzaͤhlt er uns nichts beſonders Ein⸗ zelnes. 8
In der Naͤhe des Serails ſah Gerlach au⸗ ßer dem Harem noch das große Menagerie⸗ haus des Sultans und die Sophienkirche, als die ſchönſte und prachtvollſte Moſchee der Stadt. Damals war dieſe herrliche, aus Marmor gebaute Kirche in ihrem Aeußern etwas zerſtört, wurde je⸗ doch wieder prächtig ausgebeſſert Einige das Haupt⸗⸗ gebaͤude entſtellende Nebengebaͤude wurden abgara⸗
*) Die Tuͤrken duͤrfen nach einem Verbote des Koran keine anderen Gemaͤhlde fertigen, als Compoſitionen aus Arabeskenzügen. hierſtu⸗ cke und anders iſt hoch verpont. Daher die Kunſt der Malerei bei ihnen in dieſer Hinſicht ganz und gar nicht zu treffen. 3


