Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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325 der Naͤhe hatte, und dieſes aus einer dreimeiligen Entfernung durch uͤberaus koſtſpielige, von den alten Griechen noch angelegten Waſſerleitungen, welche theilweiſe zerfallen wollten, herbeigeführt werden mußte.— Die Thore der Stadt ſind nach allen Rich⸗ tungen hinführend und gewaͤhren oft ſchoͤne Ausſich⸗ ten auf das Meer. Das erſte derſelben iſt, das ſoge⸗ nannte Stallthor, oder Akarkapi an dem Mar⸗ ſtalle des Sultans, welches die herrliche Ausſicht nach Chalcedon gewaͤhrt. Ueber dem Eingange deſſel⸗ ben haͤngt ein Roßſchweif.—)—

Unter den Konſtantinopel zierenden Gebäu⸗ den fand Gerlach beſonders folgende der Erwaͤh⸗ nung werth.— Der Palaſt des Sultans, Serail genannt, liegt im ſchönſten Theile der Stadt, und ſtößt an das Meer mit ſeinen Gaͤrten. Das Se⸗ rail hatte drei große und weite Höfe, und ſo viel große marmorne Pforten. In dem erſten Hofe deſ⸗ ſelben fand er zur Linken eine alte griechiſche Kirche und allerlei Handwerkslaͤden. Den zweiten Vorhof fand er lang und breit. Rings um denſelben führte eine Saͤulenhalle, worin die Janitſcharen wachten. In dem zweiten Vorhof ſah Gerla ch durch eine dritte Pforte den Palaſt des tuͤrkiſchen Großherrn. Die Gemaͤcher deſſelben fand er mit goldenem Laub⸗

*) Wahrſcheinlich zum Zeichen, daß in der Naͤhe dsſſelben der Marſtall des Sultans iſt.