324
Meer, links ſchöne Landſchaften voll uͤppiger Frucht⸗ barkeit bis nach Konſtanti nopel.
Daſelbſt hielt ſich Gerlach mit ſeinem Gebieter bis zum a. Juni 4578 auf. Seine Wohnung hatte er in dem fuͤr den römiſch⸗kaiſerlichen Geſandten be⸗ ſtimmten, unanſehnlichen, zwar geraͤumigen, doch engen Gebaͤnde auf dem Konſtantins⸗ Platze. Von hier ſtreifte er bald da, bald dort hinaus in die Stadt, und machte Luſtfahrten an Aſien'’ s Kuͤ⸗ ſte, und nach Pglarmos, ohne daß uns im Tage⸗ buche dieſe Reiſen und Ausfluͤge und das ſo Geſe⸗ hene immer ganz erzählt iſt. Von Konſtanti⸗ nopel bemerkt er mancherley. Ich ſtelle es hier kurz zuſammen.
Dieſe Stadt, die ſich durch Größe, Schoͤnheit und herrliche Lage vor vielen andern Staͤdten aus⸗ zeichnet, hat nach Gerlach's Bericht gegen Oſt das Euxiniſche Meer und die Meerenge von Thrazien oder den Vosphorus; gegen Suüd und Sudweſt ſtößt ſie an einen Theil des mittellaͤndi⸗ ſchen Meeres. Ein Drittheil derſelben iſt hie⸗ durch vom Meere umfluthet. Sie hat ein ſehr ge⸗ ſundes Elima, und einen bedeutenden Umfang. Die herrlichen Gaͤrten zwiſchen den Gebaͤuden, die ſchat⸗ tigen Oliven⸗ und Pomeranzen⸗Gebuͤſche in derſel⸗ ben und außenher geben ihr ganz das Anſehen eines irdiſchen Paradieſes. Nur das Einzige fand Ger⸗ lach nicht ſchön, daß ſie kein trinkbares Waſſer in


