Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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fereien in Syrien und Phönizien veruͤbt, und Weiber, Kinder und Maͤnner fortgeſchleppt. Ver⸗ gebens verwendete ich mich fuͤr ſie bei dem Paſcha, bis ſie endlich durch Vermittlung des franzoͤſiſchen Geſandten ihre Freiheit erhielten. Dieſer mit Na⸗ men Lavigne ſuchte mich bei den Paſchen in ein ge⸗ haͤßiges Licht zu ſetzen, indem er ſagte: ich ſei, als geborner Niederländer, ein Unterthan des Königs von Spanien, und dieſem Könige, eben ſo wie dem Kaiſer verbunden, Dienſte zu leiſten. Die⸗ ſen berichte ich die Vorfäͤlle zu Konſtantinopel, und gebrauche als Mittel vorzüglich hiezu den Dol⸗ metſcher Ibrahim.

Mit Stillſchweigen kann ich hier die Bewohner der Krim nicht übergehen. Denn waͤhrend meiner Anweſenheit kamen zwei Geſandte dieſes Volkes zum Sultan. Als ich einen wegen der Sitten und Gebrauͤche ſeines Volkes fragte, antwortete er mir alſo: Meine Landsleute wohnen in Doͤrfern, und konnen dem Chan der Tartaren 860 Schuͤtzen in der Noth ſtellen. Ihre vorzuͤglichſten Städte ſind Mancu und Sceiuarin. Ueberdieß erzählte er mir noch vieles von ihren barbariſchen Gebraͤuchen. Bei Tiſche aͤßen ſie die Suppe mit der hohlen Hand. Pferdefleiſch genößen ſie roh. Ihr Oberhanpt ſpeiſe an einer ſil⸗ bernen Tafel, deren erſtes und letztes Gericht ein Pferds⸗Kopf ſei. Der Urſprung dieſer Voͤlker iſt ungewiß, einige halten ſie fuͤr Gothen, andere fuͤr