Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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mit reichlicher Beute beladen nach Haus und be⸗ ſchenkte den Hally Paſcha und ſeinen Hofmeiſter mit Fiſchen, woruͤber er ſich hoͤchlich erfreute.

Bisweilen ſtieß ich mit einer ſpitzigen Stange in das Meer, um Meerſchnecken zu fangen, wo ich die von Cicero, Plinius und Athenaͤus ſo ge⸗ lobten Pinnotheres oder Pinnophylaces zuwei⸗ len paarweiſe beiſammen traf. Dieſe haͤngen mit ihren krauſſen Haaren ſo feſt an des Meeres⸗Grund, daß ſie gleichſam angewachſen zu ſeyn ſcheinen. Von dieſen Schnecken fingen wir eine ungeheuere Menge; ihr Fleiſch aber iſt unſchmackhaft, und wird bald zum Eckel. Bei einer dieſer unbewohnten Inſeln fanden wir auch die ſeltſamen Serrä, Uvä und Hyppocampi, Meeres⸗Schnecken von haͤßlicher Ge⸗ ſtalt. Zuweilen ging ich mit einem jungen, wohlbe⸗ leibten, muͤßigen Franziskaner am Ufer ſpazieren. Dieſem ſetzte ich durch ſchnelles Gehen ſo ſehr zu, daß ihm der Schweiß von der Stirne lief. Zuwei⸗ len beſuchten mich Freunde aus Konſtantinopel und Pera, zuweilen auch Deutſche aus Hally's Dienerſchaft. Auf meine Frage, ob die Peſt nach⸗ ließe, antworteten ſie: ja, denn es ſtuͤrben jetzt nur noch gegen 500 Menſchen an einem Tage. Uebrigens füͤrchten ſich die Turken nicht vor dem Tode: denn ſie glauben, daß einem jeden die Stunde und Art ſeines Todes beſtimmt ſei.

16tes Baͤndchen. Türkei I. 3. d