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Große Unruhe erregte mir die Krankheit meines Arztes, Wilhelm Quackelbein's, einer meiner vertrauteſten und getreuſten Freunde: Unwiſſend kaufte ich einen Sklaven, welcher mit Peſt behaftet war; als er dieſem Arzneien verſchrieb, wurde er ſelbſt von der Peſt angeſteckt. Wiewoyl taͤglich das — Uebel zunahm, glaubte er noch immer, es ſei die Peſt nicht. Als aber die Zeichen des Todes immer ſichtbarer wurden, bereitete er ſich zu ſeinem Ende vor, und verſchied ſelig in dem Herrn. An ihm ver⸗ lor ich einen ausgezeichneten Geſchaͤftsmann; vieles, was er geſehen, zeichnete er auf, und wollte es der gelehrten Welt durch den Druck überliefern. Sei⸗ ner Wahrheitsliebe, Treue und Erfahrung errichtete meine Liebe ein Denkmal.
Auf den Inſeln, wo ich mich 3 Monate aufhielt, überließ ich mich ganz der Freude. Hier herrſchte große Stille; bei einem Griechen wohnte ich. Da wachſen viele wohlriechende Kraͤuter, das Meer wim⸗ melt von Fiſchen aller Art, welche ich bald mit der Angel, bald mit dem Garne ſing. Mit griechiſchen Schiffern ſtieß ich zuweilen in die See, wo ich See⸗ krebſe mit der Gabel fing. Den eintraͤglichſten Fiſch⸗ fang machten wir mit dem Zuggarne, oder mit der Wage. Wiewohl die Fiſche mit großer Liſt dem Garne zu entweichen ſuchten, ſo blieben uns doch diele Seebrachſen, Scorpionen, Meerſpinnen, Sca⸗ ren, Dorſellen und Chanen. Nachts begab ich mich


