Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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wohlbekannten tuͤrkiſchen Offizier die Fahne des Kai⸗ ſers Karl V. an mich. Unter den Gefangenen befanden ſich auch noch Don Juan de Cardona, Don Bellingers Schwiegerſohn, und Don Gaſto, der noch junge Sohn des Herzogs von Medina. Don Juan erhielt, um ſich auszuloͤſen, die Erlaub⸗ niß nach Chios zu reiſen, weil hier Genueſer wohnen. Don Gaſto aber wurde von Pihal ver⸗ borgen gehalten, in der Hoffnung fuͤr denſelben ein großes Löſegeld zu erhalten. Als der Sultan hievon Nachricht erhalten hatte, ließ er ſich ſehr angelegen ſeyn, den Gaſto aus ſeiner Verborgenheit hervor⸗ zuziehen; allein vergebens. Pihal fiel deßwegen in die Ungnade des Sultans, bis er endlich durch die Vorbitte des oberſten Kaͤmmerers und Selims wie⸗ der zu Gnaden aufgenommen wurde. Don Juan de Cardona wurde auf meine Buͤrgſchaft wieder losgelaſſen, Sande im Schloße Cardons gefangen gehalten und Don Sanche de Leyva mit ſeinen beiden unehligen Soͤhnen, wie auch Don Belin⸗ ger nebſt den uͤbrigen vornehmen Gefangenen, in den Galatenſer oder Perenſer Thurme geſperrt. Nachdem ich die Noth der Gefangenen gehoͤrt,

entſchloß ich mich, ſie aus allen Kraͤften zu unter⸗ ſtützen. Von dieſer Zeit an ſtand mein Haus allen Gefangenen offen. Fuͤr die Kranken, welche zu Pera in einer Kirche lagen, ließ ich Hammel kaufen, ſie kochen, und unter die Gefangenen austheilen. Denn