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zu vertheidigen wiſſen. Geſchrieben zu Konſtanti⸗ nopel am 1. Juni 1556.
Viertes Sendſchreiben.
Daß Eure Majeſtaͤt mein voriges Schreiben mit
Wohlgefallen aufgenommen, ſehe ich aus der Auf⸗
forderung, meine ferneren Bemerkungen und Be⸗
gebenheiten Ihnen zu ſchreiben. Um dieſem nachzu⸗.
kommen, will ich meine Erzaͤhlung mit einer nicht gar erfreulichen Begebenheit eroͤffnen: Als Soli⸗ man erfahren hatte, daß die Spanier die Inſel Meningo, jetzt Gerbas, eingenommen, das alte
Schloß mit ſtarken Bollwerken verſehen, und große
Beſatzung in daſſelbe gelegt hatten, unternahm er es ſeinen Glaubensgenoſſen Hilfe zu leiſten. Dieſen Zug uͤbertrug er dem Admiral Pihal Paſcha. Ob⸗ wohl ſeine Flotte mit den auserleſenſten Soldaten beſetzt war, verurſachte ihm doch die weite Fahrt und die bekannte Tapferkeit der Spanier einigen Schrek⸗ ken. Die tuͤrkiſche Flotte uͤberſiel die ſpaniſche ſo unverſehens, daß nur wenige leichte Galeeren ſich durch Flucht retten konnten. Der Herzog von Me⸗ dina, der Oberbefehl’ haber der Flotte, floh mit ſeinem Admiral, Andreas Doria, nach Sizilien auf ſein Schloß Medina. Ueber dieſe Sieges⸗Nach⸗ richt frohlockten die Tuͤrken außerordentlich, wunſch⸗ ten einander wechſelſeitig Gluͤck, und fragten ſpoͤt⸗
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