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fruͤber, weil ſie keine Sonnen⸗ ſondern Mond⸗Mo⸗ nate haben, ſo daß die Faſten, welche im Fruͤhlinge beginnt, nach 6 Jahren in den Anfang des Som⸗ mers faͤllt. Sie duͤrfen den ganzen Tag uüͤber nichts eßen und trinken; der Anfang der Nacht bezeichnet den Anfang der Tafel. Wenn Jemand durch Krank⸗ heit zu faſten verhindert wird, ſo muß er die ver⸗ ſäumten Tage nachholen. Waͤhrend der Faſtenzeit herrſchte im Lager die groͤßte Stille: denn die lleber⸗ trettung eines Geſetzes wird ſtrenge geahndet. Die gewoͤhnlichen Strafen ſind Verluſt des Amtes und der Ehre, Einziehung des Vermoöͤgens, Schlaͤge, und endlich die Todesſtrafe. Am gewohnlichſten iſt das Schlagen. Mit der großten Kaltbluͤtigkeit halten ſie oft 100 Schlaͤge auf den Waden und Ferſen, oder Fußſohlen aus, ſo daß oft mehre Stoͤcke an ihnen zerſchlagen werden. Nichts deſto weniger müͤſſen ſie ſich fuͤr die erhaltenen Schläge bedanken, und eine gewiße Summe Geldes dafuͤr bezahlen. Sie ſelbſt halten den Stock fuͤr heilig. Damit ſie nun ſich ei⸗ nigermaſſen tröſten, glauben ſie; daß die Theile des Koͤrpers, welche vom Stocke beruͤhrt worden, in der anderen Welt von der Pein des Fegfeuers befreit ſeien..
In dieſes Lager brachte Albert de Ubus, ein humaner und gelehrter Mann, aus Amersford zu mir Geſchenke von Eurer Majeſtaͤt an den Sultan. Dieſe beſtanden in vergoldeten Geſchirren und einer


