Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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294 begleiteten die Hoͤflinge und Paſchen. Hierauf er⸗ blickte man die Leibwache des Sultans, durch ihre ſonderbare Kleidung ausgezeichnet. Gleich hernach wurden die herrlichen Leibpferde des Kaiſers gefuhrt. Er ſelbſt ſaß auf einem ausgezeichnetem ſchöͤnen Pferde, mit ernſter Miene, gefurchter Stirne. Hin⸗ ter ihm ritten drei Knaben, deren einer eine Flaſche mit Waſſer, der andere einen Regenmantel, und der

dritte einen Bogen trug. Dieſen folgten einige Ver⸗

ſchnittene, den ganzen Zug ſchloß ein Haufe von bei⸗ laͤufig 200 Pferden. 3

Als mein Chiaus mich verhindern wollte, dieſen Zug zu ſehen, denn ſie halten es fuͤr unrecht, daß ein Chriſt dieſes ſieht, ließ ich die Thuͤre ſprengen, und bekam deßhalb Streit mit der Frau des Hauſes und mit meinem Chiauſe. Wenige Tage nachher wurde ich uͤber das Meer in das tuͤrkiſche Lager ge⸗ rufen. In dem naͤchſten Dorfe wohnte ich faſt 3 Mo⸗ nate. In dem Lager waren die Soldaten nach be⸗ ſtimmten Quartieren vertheilt, in welchen die groͤßte Ruhe und Ordnung herrſchte. Die Soldaten leben mäͤßig. Die Mahtzeit eines ſolchen welchen ich eßen ſah, beſtand aus Ruͤben, Knoblauch, Zwiebeln, Paſtinat, und Kukumern, mit Salz und Eſſig ge⸗ macht; ſein Trank, war reines Waſſer. Darüber ver⸗ wunderte ich mich um ſo mehr, weil gerade ihre Faſten, bei uns die Faſtnacht, anging.

Ihre Faſten faͤllt alle Jahre beinahe 15 Tage