Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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oberung Jconiens in Aegypten und Syrien einbrechen, und die Neuerungsſuͤchtigen Einwohner „ leicht auf ſeine Seite bringen. Vor Iconien ſchlug Selim ſein Lager auf, um Bajazeth zu beobach⸗ ten, und die Huͤlfstruppen ſeines Vaters zu erwar⸗ ten. Bajazeth richtete ſich ebenfalls zur Gegen⸗ wehr; ſein Lager ſchlug er auf einer großen und wei⸗ ten Ebene, welche ſich bis nach Ancyr erſtreckte, ſeine Weiber und Kinder ſperrte er in das Schloß, und borgte bei den Kaufleuten Geld. Zu ſeinen Chiurtiſchen Reitern und Bedienten ſtießen noch viele andere, welche theils von ſeiner Mutter und Schwe⸗ ſter, theils von Ruſtan Wohlthaten empfangen hatten.

Selim hatte einen ausgezeichnet dicken Leib, aufgeblaſene Wangen, und ſeine Geſichtsfarbe war ſo roth, daß ſeine Soldaten ſchimpfweiſe ihn ein wohlgemaͤſtetes Schwein hießen. Sein Leben brachte er mit Weintrinken und Schlafen zu, er war nicht geſellig und wohlthaͤtig, und dadurch bei dem Volke verhaßt. Bajazeth erwarb ſich die Liebe des Volkes durch Herablaſſung und Wohlthaten. Nach⸗ dem Bajazeth ſeine Soldaten zur Tapferkeit ent⸗ flammt hatte, begann er unerſchrocken das Treffen. Lange war der Sieg zweifelhaft, tapfer focht man auf beiden Seiten, bis endlich der Sieg ſich auf die Seite der Uebermacht neigte. Bajazeth mußte wei⸗ chen, zog jedoch in guter Ordnung zuruͤck.