Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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abgezielt ſei, antwortete hart, und ſchlug ihm die Aenderung der Provinz ab. Mit dieſem Befehl wurde Pertau Paſcha zu Bajazeth, und Mehemet Paſcha zu Selim geſchickt; ſie ſollten ſo lange blei⸗ ben, bis ein jeder ſeine Provinz angetreten hatte. Selim that dieſes, aber Bajazeth ſchickte den Pertau, nachdem er ihn reichlich beſchenkt hatte, wieder zuruͤck, unter dem Vorwande ſich ſeiner als Verbitter bei ſeinem Vater zu bedienen.

Er ſtellte ſich, als wolle er nach Amaſia gehen; Soliman machte aber nichts deſto weniger ſtarke Kriegs⸗Zuruͤſtungen, befahl dem Beller beg in Griechenland, ſeinem Sohne Selim zu Huͤlfe zu kommen, und ſchickte den Mehemet Paſcha mit den Getreuen aus der Leibwache nach Aſien. Die Leibwache widerſetzte ſich, gegen die Thron⸗Erben Krieg zu führen. Soliman fragte den Mufti, den oberſten Prieſter der Tuͤrken, um Rath. Dieſer ant⸗ wortete, daß er als Veraͤchter des Vaterlandes und der Religion zu betrachten ſei. Dieſe Antwort wurde bald unter das Volk verbreitet, und dem Bajazeth durch einen Chiauſen uüberſchickt. Hierauf antwortete Bajazeth ſeinem Vater, daß er nicht gegen ihn, ſondern gegen ſeinen Bruder Krieg fuͤhre, und daß er nicht eher weichen wuͤrde, als bis er alles mit Feuer und Schwert verwüſtet, und ihn ſelbſt getoͤdtet haͤtte. Soliman, dadurch in Schrecken geſetzt, be⸗ fuͤrchtete am meiſten Bajazeth möchte nach der Er⸗