Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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deweiſen die Tuͤrken gegen wilde Vögel, weil ſie die Stadt von Ungeziefer reinigen, dieſe ſind bisweilen ſo zahm, daß ſie, wenn man ihnen pfeift, herbei fliegen, und in die Höhe geworfene Stuͤcke Fleiſch mit ihren Krallen fangen.

Dieſen ſchieße ich hinter einer Säule mit Kugeln aus Lehmen bald den Schwanz, bald den Flügel ab; zuweiten toͤdte ich auch einige, dieſes thue ich jedoch im Geheimen, um den Tuͤrken keine Aergerniß zu ge⸗ ben. Hier will ich noch im Kurzen der Rebhuͤhner er⸗ waͤhnen, welche man von der Inſel Cbios mit ro⸗ then Schnaͤbeln und Fuͤßen bringt, welche ſo zabm ſind⸗ daß ſie mir oft läſtig wurden. Von ihrer Ernahrung auf Chios erzaͤhlte man mir viel Sonderbares.

Herrliche Pferde aus Syrien, Celicien, Ara⸗ bien, Kappadocien, nebſt einigen Kamelen zieren meine Staͤlle. Dieſe Pferde ſind ſehr zahm, weil die Tuͤrken ſie mit aller Gelindigkeit und Guͤte ernaͤhren und aufziehen. Wenn der Tuͤrke ſein Pferd beſteigen will, faͤllt es auf die Kniee, und laͤßt ſo ſeinen Herrn aufſetzen, zuweilen heben ſie auch Stoͤcke, Schwerter ꝛc. mit ihren Zaͤhnen auf, und reichen ſie ihrem Herrn dar. Die Tuͤrken beſchlagen ihre Pferde nicht ſo, wie wir; in den heißen Sommer⸗Naͤchten kommen dieſelben in keinen Stall, ſondern leben unter freiem Himmel; hier werden ſie mit Decken belegt, und ihnen duͤrrer Duͤnger untergeſtreut. Das Futter fuͤr die Pferde beſteht in etwas Heu und einem