nung, wo ich durch Anlegung eines Gartens mir die ſchweren Sorgen meiner Geſandtſchaft verſußen wollte. Als mich aber mein Spion in dieſer Wohnung, nicht ſo, wie in dem Karavanſarai beobachten konnte, ſo berichtete er dieſes dem Paſcha und ich mußte in meine vorige Wohnung zuruͤck, welche ich jetzt etwas genauer beſchreiben will. Sie liegt zu Konſtanti⸗ nopel auf einer Anhöhe, und gewaͤhrt die herrlichſte Ausſicht auf das Meer, an deſſen Kuſten Delphine ſpielen; in der Ferne ſieht man auch den mit ewigem Schnee bedeckten Olympus in Aſien. Die Luft iſt geſund. Mein Haus iſt viereckig aus Ziegelſteinen gebaut; in der Mitte befindet ſich ein großer Hof mit einem Brunnen. Der obere Stock, welcher al⸗ lein bewohnt wird, hat einen runden Gang um das ganze Haus mit mehren Zimmern; inwendig, wo man in den Hof ſieht, iſt ein zweiter bedeckter Gang; außen enthaͤlt es viele Zimmerchen, die unſeren Moͤnchszellen aͤhnlich ſind. Der vordere Theil geht auf die Straſſe, welche zur Reſidenz fuͤhrt, wo meine Diener alle Freitage den Sultan, wenn er in die Moſchee reitet, begrüßen, oder vielmehr einen Ge⸗ gengruß ablegen. Denn nach türkiſcher Sitte grüßt immer der Vornehme den Geringeren zuerſt. Im unteren Theile des Gebaͤudes ſind Pferdſtaͤlle. In⸗ wendig iſt es ganz gewölbt, von Außen mit gedeck⸗ tem Blei gegen Feuer verwahrt. Gaͤrten fehlen, da⸗ gegen wimmelt das ganze Haus von Ungeziefer, von
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