Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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und ihn mit Ungeſtuͤm auf die Erde ziehen. Auf Befehl des Sultans reiſte ich unter Begleitung meh⸗ rer Reiter und 16 Janitſcharen nach Adrianopel. Durch die Eilmaͤrſche, welche wir machen mußten, wurden meine Begleiter ermüͤdet, und fingen ſchon den 3 Tag zu klagen an. Durch Brei und Wein be⸗ ſänftigte ich ſie, und ſo langten wir zu Adrianopel an, wo ich gleich die Klagen Ruſtan's wegen des Plüͤnderns und wegen der Streifereien der Ungarn hören mußte. Ich aber ließ es gleichfalls nicht an Gegengründen fehlen, und führte die Einfäͤlle der Türken, welche den gemachten Waffenſtillſtand nicht hielten, dagegen an.

Zu derſelben Zeit verſpuͤrte man ein großes Erd⸗ beben zu Adrianopel, Niſſa, Sophia und an⸗ deren Orten. Selbſt zu Konſtantinopel, wiewohl dieſe Stadt dem Erdbeben oft unterworfen iſt, ent⸗ ſtand waͤhrend meiner Anweſenheit ein Erdbeben, welches mehre Tage andauerte, und große Verwuͤſtun⸗ gen an den Mauern des Sophien⸗Tempels anrichtete. Waͤhrend meines dreimonatlichen Aufenthalts zu Ad⸗ rianopel, kam von beiden Seiten ein Wafefenſtill⸗ ſtand auf 7 Monate zu Stande. Im Maͤrz reiſte ich unter Begleitung wieder nach Ko nſtantinopel zuruͤck. Hier bezog ich nicht wieder mein altes Quar⸗ tier, welches dem Sultan jaͤhrlich uoo Dukaten koſtete, denn ſo hoch wurde die Benutzung dieſes Hauſes an⸗ geſchlagen, ſondern fuͤr mein eigenes Geld eine Woh⸗