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an. Zu Konſtantinopel hatte ſich vieles veraͤn⸗ dert. Bajazeth, Solimans Sohn, hatte ſich mit ſeinem Vater ausgeſoͤhnt, der Groß⸗Vezier Achmet Baſcha verlor ſein Leben durch die ſeidene Schnur, und der in der erſten Reiſe erwaͤhnte Schwager des Sultans, Ruſtan, wurde wieder in ſeine Wuͤrde eingeſetzt.
Von den Baſſen wurde ich ſchlecht aufgenommen, weil ſie von mir höͤrten, daß Ihre Maj. wegen des Vertrags mit Siebenburgen nichts nachgebe. Sie ſprachen von großen Gefahren, welche uns bevor⸗ ſtänden, wenn wir mit Antraͤgen der Art vor dem Sultan zu erſcheinen wagen wuͤrden.
Nichts deſto weniger beſtand ich auf meinem Vorhaben, zu dem Sultan gefuhrt zu werden. Waͤh⸗ rend dieſer Geſpraͤche mit den Baſſen, drohten einige andere Tuͤrken, meine Kollegen in das Gefaͤngniß zu werfen, und mir Naſe und Ohren abſchneiden zu laſſen. Auch ſahen ſie uns mit wildem Blicke an, ſuchten uns immer enger einzuſchließen, und keine anderen Leute zu uns kommen zu laſſen, und be⸗ handelten uns gleichſam als Gefangene. Sechs Mo⸗ nate befanden wir uns in dieſer mißlichen Lage.
Der Sultan Soliman hatte 5 Söhne, der älteſte Muſtapha war von einer Beiſchlaͤferin vom Bosphorus. Seine rechtmaͤßige Gemahlin Roxo⸗ lena,(denn die Tuͤrken nennen auch ihre Beiſchlä⸗ ferinnen Weiber) gebar ihm a Söhne, Mahomer,


