Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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ganz mageres zuruͤckgelaſſen. Wir wollten dieſen nachſetzen, kamen aber zu ſpaͤt, weil es den verklei⸗ deten ungariſchen Reitern mehr um Beute, als um Streit zu thun war. Inzwiſchen kamen wir nach Gran, wo mich der Singiak freundſchaftlich be⸗ ſuchte, und mich erinnerte, des Uebermuths der ungariſchen Reiter nicht zu vergeſſen. An demſelben Tage erreichte ich noch Kommorn, wo mich auch das Fieber verließ; in zwei Tagen langte ich zu Wien an, wo ich ſtatt des römiſchen Königs Fer⸗ dinands, den Koͤnig Maximilian aus Boͤhmen

traf. Mein hageres Ausſehen verurſachte das Ge⸗

rücht, daß mir Gift beigebracht worden ſei. Inzwi⸗ ſchen ſetzte ich dem Koͤnige Ferdinand von meiner Ankunft, halbjaͤhrigen Abweſenheit, und Geſchaͤfts⸗ führung in Kenntniß. Geſchrieben zu Wien den 1. September 1552.

Zweites Sendſchreiben.

Als der Kaiſer Ferdinand von dem Reichs⸗ tage wieder zu Wien angekommen war, theilte ich ihm die Verhandlungen mit Soliman mit. Auf ſeinem Befehle mußte ich mich zur zweiten Reiſe anſchicken. Im Monate November verließ ich Wien, und langte mit Anfange Januars zu Konſtantino⸗ pel an. Einen meiner Begleiter verlor ich durch das Fieber; meine Kollegen traf ich in guter Geſundheit