Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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in welchen der ungluͤckliche Ungarn⸗Koͤnig, Ludwig, ſein Leben endete. Von Mahaz kam ich nach

Tulna, von da nach Felduar, wo ich mich über die Donau auf die Inſel Cophin, den Raitzen ge⸗ hörig uͤberſetzen ließ. Eilf Tage nach meiner Abreiſe von Belgrad kam ich den 4. Auguſt zu Ofen an.

Auf dieſer Reiſe verlor ich viele Pferde, auch entging ich vielen Gefahren, indem vorzüglich die Heiducken uns nachſtellten. Zu Ofen traf ich den Baſſa nicht, weil er auf der Peſter⸗Heide Muſterung, welche die Tuürken Rakos nennen, hielt; drei Tage mußte ich hier warten. Als ich in das Lager deſſel⸗ ben gefuͤhrt wurde, mußte ich große Klagen wegen der Streitigkeiten einiger Ungarn hören. Er fugte auch noch einige Drohungen hinzu, um mich durch

ſein großes Kriegsheer in Schrecken zu ſetzen; ich

ſagte ihm aber, daß Unterthanen des Kaiſers beraubt, gepluͤndert und gefaͤnglich weggeführt worden ſeien. Des andern Tages erreichten wir unter Beglei⸗ tung einiger tuͤrkiſcher Reiter die Stadt Gran. Ich wollte üͤber die Donau ſetzen, um jenſeits des Schloßes Gran in einem Dorfe zu uͤbernachten. Ich bat deßwegen meinen Fuͤhrer, Schiffe zu beſor⸗ gen, und dem Singiack meine Ankunft zu wiſſen zu machen. Als unſere Boten eine Stunde voraus geritten waren, wurden ſie von a tuͤrkiſch gekleideten Reitern uͤberfallen, einem die Naſe abgehauen, und ſein Pferd abgenommen; und an deſſen Stelle ein 16tes Baͤndchen, Tuͤrkei I. 3. 2