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Selim, Bajazeth und Giangir. Erſterer ſtarb in der Blüte ſeiner Jahre. Giangir, der durch einen Hoͤcker entſtellt war, ſtarb aus Furcht, als er die Nachricht von der grauſamen Erdroßlung ſeines Bruders Muſtapha gehoͤrt hatte. Nach dem Wil⸗ len des Vaters erhaͤlt der aͤltere Selim die Regie⸗ rung, wiewohl die Mutter dem jüngeren Bajazeth mehr gewogen iſt. Bajazeth, der dieſes wohl merkte, ſuchte ſeinem Bruder Selim die Regierung zu entreißen. Unter dem Vorwande, den Tod ſeines Bruders Muſtapha, welcher viele Anhaͤnger hatte, zu raͤchen, beredete er einen ſeiner Freunde, ſich fuͤr Muſtapha auszugeben. Dieſer fluͤchtete nach Thra⸗ zien, zog die Donau herab gegen die Moldau und Wallachei, und ſuchte die Reiterei, welche dem verſtorbenen Muſtapba ſehr geneigt war, auf ſeine Seite zu bringen. Hier erzuͤhlte er dem Volke ſeine Feindſchaft mit ſeinem Vater, und ſeine ver⸗ meindliche Erdroßlung, flehte die Hilfe deſſelben an, und brachte viele auf ſeine Seite. Als der Sultan durch die benachbarten Singiaken Nachricht hievon erhalten hatte, gab, er ihnen die noͤthigen Berhal⸗ tungs⸗Befeyle, und ſchickte einen Vezier⸗Paſcha mit ausgewaͤhlter Mannſchaft zur Hilfe. Bei ſeiner An⸗ kunft wurden die Soldaten des Pſeudo⸗Muſtapha ſo in die Enge getrieben, daß ihnen jeder Ausweg zur Flucht verſperrt war. Muſtapha ſelbſt wurde ge⸗ fangen genommen, und unter ſtarker Begleitung nach


