Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Nikomedien eine alte, ebrwuͤrdige Stadt, hat nichts merkwürdiges aufzuweiſen, als die Ruinen von alten Mauern und Saͤulen. Das Schloß, auf einem Huͤgel gelegen, befindet ſich noch im beſſeren Zuſtande. Nicht lange vor unſerer Ankunft fand man unter der Erde eine lange Mauer aus Marmor, welche man fuͤr die Wohnung der alten Bithyniſchen Könige haͤlt. Von Nikomedien reiſten wir uͤber den Berg Olympus nach Nizäa, hier hoͤrten wir in der Nacht das Geſchrei der Wölfe, welche die Tuͤrken Ciacales nennen. Sie uͤbertreffen an Größe unſere Fuͤchſe, kommen jedoch hinſichtlich der Gefraͤßigkeit unſeren Woͤlfen gleich. Sie gehen mit einander Schaarenweiß, ſchleichen ſich Nachts in die

Zelte und Haͤuſer, und freſſen, was ſie finden; im

entgegengeſetzten Falle, verzehren ſie Stiefel, Schuhe, Degenſcheiden.

Nizäa, wo wir uns einen Tag aufhielten, liegt an den Ufern des Askaniſchen See's. Die Mauern und Thore, deren Anzahl a betraͤgt, ſind noch im guten Zuſtande. Die Inſchriften derſelben zeigen, daß einer von den Antoninen ſie wieder verſchönert habe. Hier ſind noch Ueberbleibſel von roͤmiſchen Baͤdern, deren Steine die Türken zum Baue ihrer Haͤuſer verbrauchen. Von Nizäa reiſten wir nach Jenyſar, von da nach Ackbyuck, von hier nach Bazangyck, von da nach Boſovick oder Kaſſumbaſa, welches in den engen Paͤſſen des