IV. Vier Sendſchreiben des kaiſ. öſterreichiſchen Geſandten Auger Gislen v. Busbeck, aus Comines in Flandern, über ſeinen Aufenthalt zu Konſtantinopel 1554.
(Fortſetzung.)
As der Sultan unſere Ankunft erfahren hatte, befahl er dem Statthalter zu Konſtantinopel, uns nach Amazeia oder Amaſia uüberfahren zu laſſen. Am 9. Maͤrz ſegelten wir nach Natolien, mit dieſem Namen bezeichnen die Tuͤrken Aſien, und erreichten an demſelben Tage Scutari, welches an der Aſiatiſchen Küſte dem alten Byzanz gegenuͤber, an der Stelle der beruͤhmten Stadt Chalcedon ſte⸗ hen ſoll. Am anderen Tag ſetzten wir unſern Weg, durch blumenreiche Gefilde fort, und erreichten das Dorf Cartalum. Von hier kamen wir nach Gebiſe in Bithynien, dem alten Lybiſſa, welches durch Hannibal's Grabmal beruͤhmt iſt.


