Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ders genunnt wird, in deren Umgebung Kreße, Bal⸗ ſamite, Myrabolanen und Feigenbaͤume wuchſen, dann zu dem Ort, wo Jeſus faſtete, durch die Einoͤde, wo Johannes der Taͤufer lehrte, und ſich von einer Art Heuſchrecken(Onys oder Aphros) naͤhrte, wieder zuruͤck nach Jeruſalem. Von hier beſuchte man das zwei Meilen ferne Bethlehem, ein kleines Dorf mit ſchoͤner Kirche und ſchoͤnem Franziskanerkloſter.

Von Bethlehem, deſſen Umgebung ſehr frucht⸗ bar war, ſetzte man auf beſchwerlichem Wege die Reiſe nach Ebron fort, und wieder zuruͤck nach Jeru⸗ ſalem.

Mit allem Bedarf verſehen ward von da aber die

Neiſe nach Damas unternommen, welche Stadt man

ohngefaͤhr in fuͤnf kleinen Tagreiſen erreichen kann. Dritthalb Meilen von Jeruſalem kam man an das Dorf Slpire, wovon einſt die Mutter Jeſus zuruͤck⸗ gieng, um den bei den Schriftgelehrten gelaſſenen Knaben zu ſuchen. Aufangs fuͤhrte der Weg nordwaͤrts, dann ſuͤdlich durch Gegenden welche mit Seſam und Baumwolle beſaͤet waren. Auf den Bergen ſah man Hageeichen, Steineichen, und Cocusbaͤume. Unweit Sychemod Naploſa, welches man bald erreichte, ſah man den Brunnen, wo Jeſus von einer Samarita⸗ nerin zu trinken begehrte, daſelbſt Ruinen einer alten Kirche. Nach einer kleinen Ruhe zog man uͤber Berge und Thaͤler nach dem Doͤrſchen Nazareth, welches von Arabern bewohnt war. Von da wanderte man