Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Jeruſalem ſelbſt hatte ſchlechte Mauern, Haͤuſer mit Altanen. Die Buden der Kaufleute waren wie in Alexandrien. Die Einwohner ſprachen verſchiedene Sprachen, wie die zu Kairo, die Sprache der Fran⸗ ken, die hier ſehr zahlreich, griechiſch, armeniſch u. ſ. f. Dieß kommt daher, weil die Einwohner aus allen Himmelsgegenden her zuſammen kamen.

Von Jeruſalem zogen die Reiſenden nach Suͤdoſt, den Nordpol zur linken Hand habend, in die Ebene von Jericho, wo man ganze Heerden von Kamelen antraf, welche die Blaͤtter von den Myrabolanen⸗Baͤu⸗ men fraſſen. Der Bezirk von Jericho iſt mit Ber⸗ gen eingeſchloſſen, und grenzt ſuͤdwaͤrts an das todte Meer, welches hier ſich in die Erde verliert. Gegen

Ford iſt die Gegend des Jordan, gegen Oſt ſah man die Gebuͤrge vom ſteinigten Arabien, ge⸗ gen Weſt die Berge von Jeruſalem.

Von der ehemaligen Stadt Jericho ſah man nur noch einen viereckigen ſchlechten Thurm und we⸗ nige Haͤuſer worin Landleute wohnten. In der Ebene ſelbſt fand Belon den Jordan nicht uͤber acht Klaf⸗ ter breit, auch nicht tief, ſchwarze Weiden, Tamaris⸗ ken, Agnus castus(Schaafmilbe) und Schilfrohr. Das letztere gebrauchen Tuͤrken und Araber, Perſer, Griechen und Armenier zum Schreiben, wie die Gaͤn⸗ ſekiele.

zun wandte ſich Belon nach der Quelle Kal⸗ lirhoe, oder nach der Sonnena uel le, wie ſie an⸗