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nicht ſehr weit, nach dem See Tiberias, wo man Karpfen, Schleien, Hechte, u. ſ. w. fing. Am
Fuße des Berges hinziehend, wo Jeſus fuͤnftauſend
Mann ſpeiſte, zog man in das Dorf Kapharnaon, welches ſchoͤne Quellen hat. Um den nicht großen See herum ſah man die von Juden bewohnten Doͤrfer Beth⸗ faida, Chornozaim Weiter ging die Reiſe durch ſteinigtes Land, Trachonitis genannt, wo der Co⸗ cus⸗ und Aeſeulusbaum wuchs; dann wieder durch gut gebautes Gefild, die Berge von Tripolis, und Phoͤnieien links laſſend, in die Ebene von Damas, welche Stadt wie in Waͤldern zu liegen ſchien, wegen der vielen wilden und hohen, ſchwarzen und weiſſen Pappeln, die daſelbſt gedeihen.
Die Stadt Damas hat hinreichend ſuͤßes Waſſer durch den Fluß Chryſorhoas. Die Straſſen fand man zwar ens und krumm, doch die Haͤuſer artig und ſo eingerichtet, wie zu Kairo. Die Einwohner be⸗ ſtanden aus Juden, Griechen und Armeniern, die aller⸗ lei Gewerbe und Handel trieben. Um die Stadt ſah man ſchoͤne Gaͤrten, von einem Kanale des genannten Fluffes bewaͤſſert, welchen Einige faͤlſchlich fuͤr den Anfang des Jordan gehalten haben.
Von Damas ging die Reiſe nordwaͤrts bis zum Fuße des Berges, von welchem der Fluß in die Stadt ſtroͤmt, nach dem Dorfe Caleus. Von hier uͤber den Libanon, den Antilibanus, und das mit Syrien vereinigte Phoͤnizien zur Linken laſſend,


