Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Wein. Die Einwohner, Griechen, Tuͤrken und Ara⸗ ber, ſind fleißige Landbaner. 1831

Bei ſtarkem Siroewind, wodurch man die nicht ſehr fernen Meereswellen brauſen hoͤren konnte, zogen die Reiſenden nordwaͤrts, die Mittagsſeite ganz im Ruͤcken, unterwegs Oinoplien und Napecabaͤume), Colocaſſen und Zuckerrohr treffend, nach Rama. Von dieſer einſt ſo großen und beruͤhmten Stadt iſt faſt alles in Ruinen; kaum zwoͤlf Haͤuſer waren noch, und von Ackerbau treibenden Griechen, bewohnt.

Belon kam durch reiche und fette, nur durch Traͤgheit der Einwohner nicht gebaute, Geſilde in das

Thal zwiſchen den ſteilen Bergen von Jeruſalem. Dieſe Berge tragen alle Baumarten, und ſind ſo

reich an wilden und wohltiechenden Kraͤutern wie der Ida auf Candia. Auch findet man uͤberall noch Spuren von dem Fleiße, mit welchem einſt die Ju⸗ den hier Land und Bergruͤcken bebauten. Wild wach⸗ ſende Baͤume dieſer Berge ſind: Andrachnen, Fich⸗ ten, Aria, gruͤne Eichen, Terebinthen, Maſtix. Wild wachſende Kraͤuter auf denſelben ſind Ciſtus, Rosma⸗ rin, Thymbra, Maron, Salbey, Cyela minus, Frauennabel, Thymian, Yſop. Weſtwaͤrts tragen dieſe Berge Wein, Obſt, Feigen, Oliven und Granaten.

*) Iſt R. spina Christi L.