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von Sinai. Auf kuͤnſtlich von Moͤnchen angelegten Wegen ſtieg man endlich eine halbe Meile hinauf, zwiſchen Gipfeln nach einem Maroniten⸗Klo⸗ ſter, welches ſich dort fand. Dieſes Kloſter, von deſſen Moͤnchen die Reiſenden ſehr wohl und gut auf⸗ genommen wurden, lag am Fuße des Berges Horeb, hatte hohe Mauern und außer einer ehriſtlichen Kirche auch eine Moſchee fuͤr die Tuͤrken, ohne welche kein Reiſender hieher gelangen kann. Im Kloſtergarten ſah Belon Kohl, Lattich, Salat, Mangold, Zwie⸗ beln, Knoblauch, Dattelbaͤume. Auf dem Berge Horeb, wo einſt Eltas ſich aufhielt, ſtand eine Kirche; an verſchiedenen Orten des Berges waren Be⸗ guemlichkeiten aller Art und Ciſternen angebracht. An der Abendſeite des Berges lag das Kloſter Sarauda Pateres.. he Der Berg Sinai, auf deſſen Gipfel ein eiſen⸗ farbiger Fels ſteht, iſt hoͤher als der Horeb, und beſchattet bei Sonnenaufgang den Letzteren. Er iſt hoͤher, als der Oeta in Griechenland⸗ und auf allen Seiten mit Baͤumen und niedrigen Bergen umgeben; doch iſt er nicht ſo hoch, als der Olymp in Phrygien. Er gewaͤhrt eine Ausſicht auf die beiden Kuͤſten des grabiſchen Meerbuſens(rothes Meer), und auf die gegen Aethiopien liegenden Einoͤden des heili⸗ nen Antonius, gegen Oſt auf das ſteinigte Arabien, welches an den Berg Sinai grenzt, und auf die Berge Jeruſalems, welche mit dem Si⸗


