Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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nai zuſammenhaͤngen, gegen Weſt auf das wuͤſte und ſandige Arabien, und auf die fuͤnf Tagereiſe ferne Gegend des mittellaͤndiſchen Meers. Wo der Berg am hoͤchſten iſt, betraͤgt ſeine Breite nicht uͤber 4 Schritte. Am Fuße des Sinai liegen ver⸗ ſchiedene Kloͤſter. Unter den Kraͤutern des Sinai bemerkte Belon viel Absynthium, Seriphium*. Panacea Asclepia**), Conisa und arabi ſches Alp⸗ kraut. Die Gegend um den Sinai iſt gemaͤßigt; die Berge derſelben aber meiſtens unfruchtbar und trocken, bis auf wenige Orte, wo Quellen ſind, z. B. in der Naͤhe des Katharinen⸗Kloſters um den Waßfer⸗ fels des Moſes. Getraide und Huͤlſenfruͤchte ethal⸗ ten die hier lebenden Moͤnche von ihren Patriarchen aus Kairo; andere Beduͤrfniſſe ſuchen ſie dem Bo⸗ den abzugewinnen.

Vom Berge Sinai fuͤhrte die Reiſe uͤber Tor wieder nach Kairo zuruͤck. In der Stadt Dor kam man, durch Gebirge ziehend, nach zwei Tagen an. Eine halbe Meile von Dor ſah Belon die in der Bibel erwaͤhnten o ierzig Palmbaͤume, bei wel⸗ chen ein warmes Bad war. Die Stadt Do r, welche im Grunde nur ein Dorf iſt, hat Mangel an Holz

*) Absynthium seriphium iſt wohl die Artemisia judaica L.

**) Iſt wohl Thapsia Asclepium L.