Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Quellen ſich weſtwaͤrts kruͤmmt. An der Kuͤſte hin fand man nichts als Rhamnu s(Kreußbeerſtaude) und wilde Gazellen, welche von den nahen Bergen herabkamen. Durch eine baͤumeloſe, nur mit Pfriemkraut bewachſene Gegend ward unter großer Hitze der Weg fortgeſetzt bis an kleine, mit Capernſtauden beſetzte Gebirge. Hier ruhte man, und verließ die Meeresſeite und das wuͤſte Arabien, um in das noch unfruchtbarere ſteinigte zu ziehen. Der Weg ging zwiſchen Sand⸗ gebiegen hin, wo es wieder nichts als Capern⸗ und Wollenbaͤume und Gazellen gab. Dann kam man uͤber beſchwerliche Felſen in das ſteinigte Ara⸗ bien. Das erſte Dorf, auf welches man ſtieß, war von Arabern bewohnt, lag in einem von einem Bache bewaͤſſerten Thale, und hiet Pharangu. Hier gab es Granaten, Palmen, Oliven und andere Frucht⸗ baͤume, und ſuͤßes Waſſer, Ziegen und Schaafe, Eſel, Pferde, Kamele, Ochſen, Kuͤhe und Huͤhner. Alle dieſe Thiere waren jedoch kleiner als in Ae gyp⸗ ten. Außerdem fand Belon in dieſer Gegend zwi⸗ ſchen Felſen die birkenaͤhnliche Balanus Mirepsica*), an Baͤchen die Balſamite, Pauliot, Moronkreſſe und Binſen. 4

Die Reiſenden durchzogen ein Thal mit Palmen⸗

wualdung hinwaͤrts nach dem Fuße der hohen Gebirge

*) Guilandina Moringa oder Bennußbaum. 15:es B. Griechenland. I. 1. 7

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