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welche von 20 Janitſcharen begleitet wurde, nach dem Berge Sinai. Weil dieſe Gegend ſo heiß iſt, ſo benuͤtzte man groͤßtentheils die kuͤhleren Naͤchte zum Reiſen, waͤhrend man des Tags die meiſten druͤcken⸗ den Mittagsſtunden unter Zelten zubrachte. In drei Reiſe⸗Stationen ging die Reiſe den Nil hinauf und an den Brunnen von Suez, mit deſſen ſalzigem Waſſer ſich die Einwohner der nahen Stadt Suez eben ſo gut, als die Reiſenden begnuͤgen laſſen muͤſ⸗ ſen, wenn die letzteren kein beſſeres Getraͤnke auf ih⸗ ren Thieren mitbringen. Bemerken muß ich hier, daß in dieſen Gegenden, wie uͤberhaupt im Driente oft ganze Strecken von mehreren Tagereiſen ohne Quel⸗ len ſind, daß die Bewohner dieſer Strecken dann Ci⸗ ſternen anlegen, und Waſſer darein ſammeln, wovon ſie oft das ganze Jahr trinken. In Aegypten fuͤllt ſolche Eiſternen der uͤbertretende Nil, an andern Or⸗ ten der Regen.— Als Belon die Produete der Gegend um Suez etwas genau unterſuchte, ſo fand er unter andern Ambroſia, Senesbaͤume, Je⸗ richo⸗Roſen, Coloquinten, Acacien, Gen⸗ ſter, Kreutzbeerſtauden oder Rhamnus.— Nicht weit von Suez kamen die Reiſenden an das ſogenannte rothe Meer, welches bei der Stadt Suez nur ein enger Kanal, nicht viel breiter iſt als die Seine zwiſchen Havrefleur und Honde⸗ fleur, klippenreich, und ſchwer zu beſchiffen, von Nord nach Suͤd ſich zieht, und unterhalb der zwoͤlf


