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von welcher er eine herrliche Ausſicht uͤber den groͤß⸗
ten Theil des Aegyptenlandes hatte, und ſah, wie dieſes die Form eines Triangels habe. Auf ſeinem Ruͤckwege von den Pyramiden, die er als erhabene Denkmale bewunderte und deren Entſtehung er der Lehre der Aegypter uͤber die Auferſtehung der Todten zuſchreibt, beſah er das koloſſale Haupt der Andro⸗ ſphinx, eines Kunſtwerkes, das jeden Archaͤologen in⸗ tereſſirt, erzaͤhlt uns aber nichts Bedeutendes und Wichtiges von demſelben. Beiher bemerkt uns Be⸗ lon, in dem Kapitel, wo er uns dieſe Wanderung erzaͤhlt, daß die alten Aegypter ihre Todten mit einer Miſchung von Catran und Salpeter in Mu⸗ mien verwandelt haͤtten, ebenfalls weil ſie ſo feſt an die Auferſtehung des Menſchen vom Tode geglaubt und darum fuͤr die Erhaltung des Leibes eines Todten Sorge tragen zu muͤſſen glaubten. In einigen nachfolgenden Kapiteln erzaͤhlt uns der Reiſende von einer Art Geige mit Roßhaaren be⸗ ſpannt, welche er hier in der Gegend von Kairo ofters geſehen, von einer Giraffe, welches Thier jetzt bekannt genug iſt, von einem Ochſen, Bubalus genannt, dann von einer Art Dammhirſchen, vom Oris und Orix, Thiere, welche in der Menagerie zu Kairo waren, und endlich von einem Affen Kal⸗ litrix, welcher zum Geſchlechte der Meerkatzen ge⸗ hoͤrte.—
Von Kairo reiſte Belon mit einer Karawane,


