Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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gegen Abend nach Roſette, Raſchit genannt von den Moren, am Ufer einer große Nilmuͤndung gelegen, wo man aͤgyptiſche Feigen, Papyrus, Zuckerrohr, Colo⸗ caſſen und Sykomoren und den Rhamnus altera fand. Die Stadt Roſette war mauernlos und ſchoͤn. Ihre Einwohner, unter welchen auch Iuden, ſpra⸗ chen arabiſch. Palmwaͤlder beſchatten die Stadt, welche alle Lebensmittel hatte, die man zu Alexandrien fand. Zu Roſette ſetzte man ſich in Nilſchiffe, um mit gutem Weſtwinde nach Kairo zu kommen, deſto beſſer die Ufer dieſes Fluſſes beobachten zu koͤnnen. Die ſchoͤnſten Doͤrfer lagen an dem Nil zu beiden Seiten; minderbedeutende und meiſt waſſerleere Ort⸗ ſchaften lagen zur Seite tiefer in das Land.. Eine halbe Tagreiſe von Roſette kam man an

die kleine Stadt Nantubes, welche auf beiden Rilufern liegt. Weiter kam man uͤber das Dorf El⸗ minie, unterwegs Colocaſſen, Lotus 2), Rhamnus, und Palmen ſehend, dann uͤber das Dorf Berimbal. Die meiſten Haͤuſer der Orte, die man hier ſah, waren auf Erderhoͤhungen gebaut, wegen der Ueberſchwemmungen des Niles. Sie hat⸗ ten das Anſehen der Bienenkoͤrbe und waren oben platt und offen. Man kam uͤber das Dorf Sindon, zur Rechten Diuruth laſſend, dann in die große Stadt Fua, welche viel groͤßer war als Roſette.

*) Wohl Nymphaea Lotus.