Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Ausſicht auf das Meer und auch in das Land hinein, auf der mit Palmen umgebenen, eine halbe Meile fernen See Mareotis. Das Feld um die Stadt iſt groͤßtentheils Flugſand, und traͤgt nur Hermala⸗ kraut, Capernbaͤume und Tamarisken. Die Gebaͤnde der Stadt hatten teraſſenfoͤrmige Daͤ⸗ cher, wie alle griechiſchen, tuͤrkiſchen und arabiſchen Haͤuſer. Auf dieſen pflegen die Einwohner Sommers⸗ und Winterrzeit ohne Betten in freier Luft zu ſchla⸗ fen. Die Hauptſprache in Alexandrien war, nach Belons Ausſage, arabiſch oder mohriſch. Doch hoͤrte er auch die dort wohnenden Tuͤrken, Juden, Griechen und Italiener ihre beſonderen Sprachen reden.

Einige Dage blieb er zu Alexandrien, dann ward auf Kamelen die Reiſe nach Kairo begonnen. Zunaͤchſt ging es uͤber Sandfeld, wo unter anderen Kraͤutern Anthillis oder Kali wuchs. Dieſes Krautes bedienen ſich die Einwohner zum Feuern.

Die Aſche davon wird als Handels⸗Artikel nach

Frankreich, und anderwaͤrts verſchifft, und dient zu Verfertigung des Kriſtallglaſes. Auf dieſen Sandfel⸗ dern wuchs auch Hermala oder wilde Raute. Zwei Meilen von Alexandrien ſah Belon wie⸗ der Sandfeld mit Capernbaͤumen und Kali bewach⸗ ſen zur rechten Seite, links viele und große Doͤrfer unter Palmenſchatten. Nach drei Tagen kam man an das mittellaͤndiſche Meer, laͤngs dieſem uͤber Sand⸗ Gefilde mit Tamarisken, kleinen ſchwarzen Myrthen,