85 alle dieſe Bewohner nannten die Ruinen, wie die Gegend um dieſelben Droada. Dieß iſt kein unwichtiger Bew iß, daß hier Troja wirklich lag. Noch mehr aber beweiſen dieſes die praͤchti⸗ gen und herrlichen Ruinen theils uͤber, theils unter der Erde. Die Umgegend von Troja iſt ſandig und unfruchtbar. Von Baͤumen wird der Exculus am haͤufigſten angetroffen; doch gibt's auch Seſ am, und eine Art Melonen, welche nicht viel Feuchtigkeit noͤthig hat zu jihrem Gedeihen; denn die Gegend iſt waſſerleer.
Fortgeſetzte Fahrt brachte Belon zu der Inſel Lesbos(Mitylen e) mit der Hauptſtadt Mete⸗ lino. Die Einwohner dieſer Inſel in der Stadt ſind Tuͤrken, guf dem Lande Griechen. Die Inſel giebt Wein und Getraide in Ueberfluß. Die Ausfuhr davon geht nach Ko nſtantinopel.— Unguͤnſti⸗ ger Wind hielt nun das Schiff unſers Reiſenden eine Weile zwiſchen Chios und Tenodos; dann fuhr er mit guͤnſtigerem Winde, die Inſel Lesbos links, ſpaͤter die Inſel Pſara rechts habend, nach Chio 8, nachdem er von dem Helleſpont bis dahin einige Tage gebraucht hatte.
Die Inſel Chios hat einen Kanal und Hafen; iſt reich an Maſtixbaͤumen, Oliven und gruͤner Erde, welche von den Einwohnern Theodotion genannt wird. Dieſe ſind meiſtens Griechen und Franken. Eben ſo gemiſcht iſt ihre Lebensweiſe, halb fraͤnki ſch


