lipolis geankert. Bei dieſer Stadt ſah er in einer Ebene Grabhuͤgel thraziſcher Koͤnige und Herrſcher. Nach einem zweitaͤgigen Verweilen ward die Reiſe ge⸗ gen die Kaſtelle des Bosphorus, nach Lestos und Aby dos fortgeſetzt*), um dort zum zweitenmal zu ankern. Der Kanal bei den Kaſtellen iſt etwa 4 Meilen breit. Die Kaſtelle, nicht auzufeſt, ſind die Schluͤſſel zur Durchfahrt in das Mittellaͤndiſche Meer. Die Steine zu dem Schloße Seſtos ſind aus den Ruinen einer alten Stadt Skamandria, eine halbe Tagreiſe unter Seſtos einſt gelegen.—
Mit gutem Winde, maͤſtrotramontauo von
den Schiffern genannt, kam er bald nun in das Mit⸗ tellaͤndiſche Meer, 3 Meilen unter Abydos, Cher⸗
rones rechts und die Ausſicht auf das thraziſche Ge⸗ ſtade, wie nach der Inſel Lemnos. Links von da, an Aſten's Kuͤſte hinziehend, erblickte man bei dem Vor⸗ berge Sigaͤum, auch das Janitſcharen⸗Cap ge⸗ nannt; die Truͤmmer von einem alten Schloſſe Gym⸗ neſion, und in deſſen Naͤhe große Ciſternen fuͤr die nach Troja Reiſenden. Hierauf hatte Belon die Inſel Senedos zur Linken und rechts die Ruinen von Troja. Die Gegend von Troja wurde von Griechen, Tuͤrken, und Arabern bewohnt, und
*) An den beiden genannten Orten muͤſſen alle
Schiffe auhgttem, um ihre Paͤße vorzuweiſen oder ſich welche ausfertigen zu laſſen.


