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ringsum dreifache Mauern. Unter das vorzuͤglich Se⸗ henswerthe derſelben gehoͤrt der Hippo dromus, ein großes und koſtſpieliges Gebaͤude mit zwei Obelis⸗ ken; ferner die Porphyr⸗Saͤule neben der Sophien⸗ Kirche, dieſem herrlichſten Kunſtwerke, welches Roms Pantheon weit uͤbertrifft; dann die Menagerie des Sultans, und noch anderes, das wir hier uͤbergehen, weil es ſpaͤter wieder erwaͤhnt wird⸗
Von Konſtantinopel beſuchte Belon die Ruinen des alten beruͤhmten Nieomedia, welches auf einem auellenreichen, jetzt von Tuͤrken bewohnten Huͤgel lag, und einen Buſen hat. In dieſem Buſen ſah er die Juſeln Protys, Bergus und Ifula del Corbo. Andere Inſeln im Buſen von Nico⸗ media und im Propontis fand er namenlos und klein. Die Inſeln im He lleſpont, anderten ihrs Namen; ſo heißt die Inſel P roconeſus jetzt Mar⸗ mora und die Inſel Besbikos hat den Namen Calomino.—
Zweites Buch.
Mit Ende des Monats Auguſt(allem Vermuthen nach, da Belon das Jahr nicht nennt, 1547) ſchiffts er von Konſtantinopel nach Alexandrien ab. Guͤnſtiger Nordwind wehte das Schiff in einer einzi⸗ gen Nacht durch den ganzen Propontis. Phry⸗ gien blieb links, und Thrazien rechts. Am drit⸗ ten Tage nach der Abfahrt wurde im Buſen von Gal⸗


