Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Stadt Perinthos und Gallipolis ſetzte er ͤber

den Fluß Anzos, von den Duͤrken Chiauerlik ge⸗ nannt. Dieſer fließt zwiſchen Gallipolis und Ro⸗ doſto in das Gewaͤſſer des Propontis. Weiter wandernd ließ der Reiſende nun die alte durch gifti⸗ ges Honig**) beruͤhmte Stadt Heraclea links liegen, und kam ſo nach Selimbria, wovon er noch eine

Tagreiſe nach der Hauptſtadt des tuͤrkiſchen Reiches zu

machen hatte. Selimbriag liegt in offener baum⸗ loſer Gegend.

Ein allgemeines Reſultat aller Beobachtungen Be⸗ lons uͤber das nun durchzogene Thrazien ſpricht er in folgenden Worten aus: Thrazien hat große Aehn⸗ lichkeit mit der Picardie; iſt eben ſo baumlos, ſo eben und von aͤhnlichen Anhoͤhen durchſchnitten.

Pera und Konſtantinopel. Dieſe beiden Staͤdte, als eine betrachtet, liegen einander gegenuͤber, getrennt durch Gewaͤſſer, wie mehrere Staͤdte an den Ufern eines Fluſſes gegeneinander uͤber liegen, z. B. Beaucaire und Tarraſcon. So muß, wer von Konſtantinopel nach Pera kommen will, uͤber

**) Dieſes Honig heißt wohl deßhalb giftiges, weil es Uebelkeiten verurſacht und Erbrechen. Die Urſache davon liegt wohl an dem hier ſehr haͤu⸗ figen Chamaleonskraut, von welchem die Bie⸗ nen oft ſammeln.

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